Bootstrip Indo - Bali, Lembogan, Lombok, Sumbawa

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Frank T.

Im Juni war es nun endlich soweit. Der jahrelange Plan einen Bootstrip in Indo zu machen sollte nun endlich umgesetzt werden. Insgesamt hatten wir nur zwei Wochen Zeit, also blieb eine Woche Boot und eine Woche Bali zum surfen, surfen, surfen und surfen....

 

Mitte Juni ist dann unser Flieger gegen Mittag auf Bali gelandet und ein Feund, der schon ein paar Tage vorher geflogen ist, hatte schon alles organsiert

: Transport und Zimmer im Balangan Sea View, der gleiche Laden in dem Kima sein Balangan-Camp anbietet. Wellen sollte es ordentlich geben, der Forecast hatte uns schon mit 2,20 Meter und 15 Sek. ein ordentlich Kribbeln im Bauch auf der Hinfahrt verpasst. Zwischendurch war ich eher der Meinung man könnte ja lieber erstmal mit was leichterem starten, aber nun waren wir da und es ging gleich zur ersten Session. Nachdem wir dann die ersten Wellen erwischt hatten und nicht aufs Reef geprügelt worden sind waren diese Gedanken aber schnell vergessen. Das fing schon mal sehr gut an!!

 

 

 

Nach zwei Tagen Balangan und einem weiteren guten Forecast haben wir dann unsere Sachen gepackt und sind hoch nach Medewi gefahren. Ein langer Pointbreak den wir bisher noch nicht kannten und es war eine gute Gelegenheit auch mal ein wenig den Norden der Insel zu erkunden. Schnell war ein Zimmer direkt am Spot gefunden (5$ pro Nacht) und die Leute erzählten schon, dass die Morningsession sehr sehr gut gewesen ist und wir nicht zu lange pennen sollten. Der nächste Morgen war dann auch wirklich super, top Wellen die sehr einfach zu surfen sind. Zwar recht voll, aber total entspannt da die Hälfte der Leute im Wasser über 50 Jahre alt waren und in den Setpausen auch noch ein paar Geschichten erzählt haben.

 

 

 

 

 

Also wer nach Bali fliegt in nächster Zeit, unbedingt Medewi auschecken!!!

 

Dann ging es zurück, denn am nächsten Morgen sollten wir bereits abgeholt und zur „Wave Hunter" gebracht werden. Eine Woche lang sollte es über Nusa Lembongan, Lombok nach Sumbawa gehen, um dort die leeren Spots und hoffentlich perfekte Wellen zu finden. Ich war nun doch schon sehr aufgeregt, denn der Forecast sagte uns für die nächsten Tagen über 3 Meter voraus und Desert Point wartete auf uns...

 

Morgens wurden wir dann pünktlich abgeholt und nach und nach stiegen die weiteren Jungs dazu. Da saßen wir nun hinten in einem kleinen Transporter und waren gespannt was da für Surfmaschinen uns die Woche begleiten werden. Als erster stieg ein Neuseeländer ein der sich uns auch gleich als „Seaweed" vorstellte und eine komplette Neuseelandkarte auf dem Arm tätowiert hatte. Na das fängt ja schon mal gut an! Dann kamen noch Alex und Ernesto aus Brasilien und dann „Frog" und Dave aus Australien. Die Hälfte kannte sich bereits und tauschte auf der Fahrt erstmal Geschichten aus G-Land aus. Tja und hinten saßen wir ,Stephan und Frank, hätten uns besser als „Wipe-Out" und „Barrel" oder so vorstellen sollen! Thorsten war leider nicht mehr dabei, er wollte die Woche lieber nutzen und seinen Bruder, der auf Gilli-Air lebt, besuchen. Aber so schon mal auch die erste positive Überraschung, wir waren nur 7 Leute und das Boot ist eigentlich für 14 Leute ausgelegt.

 

 

 

So ging es dann zum ersten Stop, Nusa Lembongan.

 

 

Die Wellen sahen gut aus und so ging erstmal zu Shipwrecks, ein sehr guter rechter Reefbreak. Doch leider ist Lembongan mittlerweile so was von voll, so dass wir mit 40 Leuten auf der Welle hingen und das ist einfach zu voll. Nachdem wir alle trotzdem ein paar Wellen erwischt haben und man feststellen konnte das unter den anderen Jungs auch kein Kelly Slater dabei war, ging es am Abend dann weiter in Richtung Lombok und Dessert Point. Dabei gabs die ersten Bintangs und mit jeden weiteren Bier verstand man sich besser :)

 

Doch Desert Point empfing uns bei Sonnenaufgang mit kniehohen Wellen, der angekündigte Swell ließ noch auf sich warten. So beschlossen wir noch ein paar Stunden zu warten und uns die Zeit mit Angeln, Schnorcheln und Relaxen zu vertreiben.

 

 

 

Als gegen Mittag und auflaufendem Wasser sich immer noch keine Welle regte wollten wir nicht länger warten und so fiel die Entscheidung ab nach Sumbawa, Scar Reef checken.

 

Pünktlich zum Sonnenaufgang liefen wir in die Bucht von Scar Reef ein und stellten erstmal fest das der Contest noch nicht zu Ende war. Ein Rip Curl Boot lag vor Anker, doch wir hatten noch fast 2 Stunden bis der Contest starten sollte. Die Wellen sahen gut aus, gute 2,5 Meter liefen sauber über das Riff und es gab kein Halten mehr. Super Session und auch recht gut zu meistern, da der Channel auch bei den großen Sets immer einen sicheren Platz bot und da wir nur 7 Leute im Wasser waren gab es für jeden genug Wellen.

 

 

 

 

 

Als wir dann von den Contestleuten aus dem Lineup verscheucht worden sind, ging es weiter zu Super Suck. Hier waren auch nur 2 Leute im Wasser und die Wellen sahen wieder super aus.

 

 

Hier blieben wir dann den Rest des Tages und am Nachmittag ging es dann zur zweiten Session. Mittlerweile war ordentlich Wasser abgelaufen und während wir mit dem Boot rausfuhren sah man schon wie das Wasser vom Riff gesaugt wurde. Ich hörte nur Stephan neben mir „Oh man da habe ich ja jetzt gar kein Bock drauf", aber die ersten Session bei Super Suck hatte noch ordentlich Selbstvertrauen übrig gelassen. Als wir dann gerade zur Schulter paddelten sahen wir wie Dave, unser bester Mann an Bord, in der Barrel abflog und anschließend einfach aufstand auf dem Riff. Wasser noch kniehoch und die nächste Walze explodierte direkt vor ihm. Also erstmal schön im Channel sitzen geblieben und Dave kam mit aufgrissenem Fuß dann auch endlich bei uns an. Da war die Entscheidung schnell getroffen, zurück aufs Boot, hier hat eine „German Bratwurst" nix verloren. Zu zuschauen war es allerdings großartig, mittlerweile waren ca. 15 Leute im Wasser und wir durften eine Barrel nach der anderen bestaunen. Super Suck bei Low Tide ist echt Hardcore!!!

 

 

 

 

Der angekündigte dicke Swell zweigte sich dann auch die nächsten Tage nicht und so pendelten wir zwischen YoYos, Super Suck und Scar Reef hin und her. Wir waren die ganze Zeit das einzige Boot und so hatten wir viele Session wo nur wir im Wasser waren. Eine fantastische Zeit...

 

Dann ging es zurück und nach einer Party Nacht auf Gilli-Trawangan lagen wir am Morgen des vorletzten Tages wieder vor Desert Point. Diesmal liefen aber eine gut 2 Meter hohe Welle, allerdings auch 3 andere Boote. Die Session war leider die schlechteste des ganzen Trips und das bei der besten Welle der Welt!! 35 Mann im Wasser, eine total ätzende Strömung die ein die ganze Zeit raus zieht und lange Setpausen. So waren dann auch alle nach 1,5 Stunden schon wieder auf dem Boot es ging zurück nach Lembongan da Stephan und Seaweed etwas früher zurück mussten um den Flieger zu bekommen. Wir anderen hatten noch ein paar nette Sessions bei Shipwrecks, Playgrounds und Cinigan Island.

 

Zurück auf Bali machte ich mich dann auf nach Balangan um dort Torsten wieder zu treffen und die letzten Tage die Bukit unsicher zu machen. In Balangan angekommen sah man schon von oben die Lines reinlaufen:

 

 

Die letzten drei Tage in Balangan waren dann der absolute Hammer, die relativ großen Wellen brachen wesentlich langsamer als üblich an dem Reef entlang und somit gab es Rides fast quer durch die Bucht!

 

 

 

Leider geht die Zeit immer zu schnell um und Torsten griff sich mit seinem Longboard ganz am Ende noch ein richtig großes Ding ab, das ihn auch prompt so richtig aufs Riff hämmerte. Ist aber nix passiert und so haben wir am Ende nur gute lädierte Boards wieder mit nach Hause genommen.

 

 

Also wer immer schon mal über einen Bootstrip nachgedacht hat dem kann ich nur sagen: unbedingt machen!!! Gekostet hat der Spaß übrigens ca. 550,- für die Woche und dafür gabs leere Wellen, leckeres Essen, 5 Bintangs pro Tag (die hat eh keiner geschafft, 9 Uhr lagen wir fast immer in der Koje) und unheimlich viel Spaß.

 

Besonderer Dank nochmals an Arnd für seine viele Tips!

 

Mehr Bilder gibt es hier!

 

Grüße,

Frank